Lernhilfe in jedem Alter – der Vokabelkarteikasten

Vor einigen Jahren entschied sich mein Vater, damals gut auf die 70 Jahre zugehend, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen und Italienisch zu lernen. Neben guten Vorkenntnissen in anderen romanischen Sprachen und einer guten Portion Fleiß half ihm dabei vor allem auf meinen Rat hin die Karteikasten-Methode:

Man braucht:
Einen Karteikasten
Karteikarten im Format A7 oder A8
Reiter zum Trennen von Kartenblöcken im Kasten

Und so geht’s:

Auf den Vorderseite der Karten wird die Fragestellung, beim Vokabellernen der deutsche Begriff notiert. Auf die Rückseite kommt die dazu gehörende Lösung. Nun kommen alle Karten in das erste Fach des Karteikastens. Wann immer man nun lernen möchte, entnimmt man diesem Fach Karten und sortiert sie wie folgt: Jene, bei denen man Probleme hatte, prägt man sich nochmal gut ein und steckt sie hinten in den aktuellen Stapel ein. Diejenigen hingegen, die man korrekt lösen konnte, wandern ins nächst hintere Fach. Vorne, im ersten Fach, stehen somit immer die Aufgaben und Vokabeln, die man noch garnicht oder nicht so gut beherrscht. Sie übt man häufig und setzt dabei das Sortieren fort. Die Karten im nächsten Fach geht man bei Gelegenheit ebenfalls nochmal durch. Dabei festigt sich das Gelernte. Auch jetzt wandern alle fehlerhaften Antworten wieder hinten in den aktuellen Stapel, während die richtig beantworteten Karten ein Fach weiter nach hinten dürfen. Je weiter hinten die Fächer sind, umso größer darf der Abstand zwischen den Übungsphasen werden. So lernt man die Vokabeln, die noch nicht so „sitzen“, häufiger und wiederholt dennoch in größeren Abständen die schon beherrschten, damit auch sie präsent bleiben.

Inzwischen hat mein Vater übrigens hoch zufrieden sein Zertifikat zum geprüften Übersetzer erlangt.

Kommentare sind geschlossen.