Effekte bei Powerpoint & Co:
Die bunte Falle

Beherrsche ihre Nutzung, aber beherrsche dich, sie zu nutzen!

Klingt das in Ihren Ohren zunächst paradox? Jeder, der Powerpoint oder ein vergleichbares Programm zum ersten Mal bedient, betritt eine bunte Welt voller Möglichkeiten. Da können Worte zum Blinken gebracht werden, Sätze wie Rennwagen ins Bild sausen und spritzige Übergänge zwischen den einzelnen Folien gestaltet werden. Bald gleicht die eigene Präsentation blinkend und soundunterlegt der Reeperbahn bei Nacht: Jeder Hauseingang wirbt auf eigene auffällige Weise um die Aufmerksamkeit der Passanten.

Aber ist das wirklich Ihr Ziel?
Wollten Sie nicht vielmehr mit Ihrer Präsentation die zentralen Inhalte Ihres Vortrags visualisieren? Das Augenmerk Ihrer Zuhörer auf besonders wichtige Aussagen lenken? Hier gilt – wie übrigens auch bei der Stimme – : Wer alles betont, betont nichts. Wer alles hervorhebt, hebt letztlich nichts hervor.

Mein Tipp:
– Bestimmen Sie die Kernaussagen/zentralen Begriffe auf jeder Folie. Nur sie heben Sie hervor.
– Nutzen Sie ähnliche Effekte für Ähnliches, so wird die Struktur klarer.
– Geben Sie Ihre Präsentation einem Kollegen oder einer Kollegin zum Lesen – und zwar gezielt mit der Bitte, sich dafür nicht gründlich Zeit zu nehmen, sondern sie nur zu überfliegen. Hat die Kollegin dennoch die Hauptpunkte Ihrer Präsentation erfassen können?
– Eliminieren Sie mutig Überflüssiges. Alles, was Ihre Absicht nicht unterstützt, lenkt von ihr ab.

Viel Erfolg!

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