Menschen erreichen

Dü-dü-düt, the person you’ve called is temporarily not available.

Dü-dü-düt, der gewünschte Teilnehmer ist vorübergehend nicht zu erreichen.

 

Kennen Sie noch diese alte Ansage eines großen Mobilfunkbetreibers?
Erinnern Sie Sich an die steife Frauenstimme, die Ihnen mitteilte, ihr Gesprächspartner sei gerade nicht zu erreichen?
Und wären Sie je auf die Idee gekommen, Ihr Anliegen einfach trotzdem vorzutragen? Es ungeachtet dessen trotzig der monotonen Ansageschleife darzubringen?

Nein? Ich auch nicht. Trotzdem kennen wir alle Hunderte von Beispielen, in denen ein Redner, ein Vortragender auf die vor ihm sitzende Menschen einspricht, ohne dass überhaupt ein Kontakt zustande gekommen wäre. Zum Beispiel der ungeübte Schüler, dem in seinem ersten Referat wichtiger ist, dem Lehrer zu zeigen, was er alles kann, als seine Klassenkameraden auf seinem Weg durch das Thema mitzunehmen. Zum Beispiel der angesehene Hochschulprofessor, der seinen Lehrauftrag als erfüllt betrachtet, wenn er eine Stunde lang aus seinem neu erschienen Buch vorliest. Aber auch der unsichere Kollege, der bei seiner Präsentation beim Arbeitstreffen kaum aufblickt und eilig durch seine Folien führt, um den unangenehmen Auftritt schnell hinter sich zu bringen.

Machen Sie es anders!

  • Überlegen Sie schon in der Vorbereitung, wen Sie da eigentlich erreichen wollen. Stimmen Sie ihre Sprache und Ihre Beispiele auf Ihre Zielgruppe ab.
  • Nehmen Sie, bevor Sie los reden, Blickkontakt zu Ihren Zuhörern auf. So signalisieren Sie, dass Sie jetzt anfangen wollen und können auf Störungen der Aufmerksamkeit reagieren.
  • Halten Sie auch während des Vortrags Kontakt zu Ihrem Publikum. Per Blick, und wenn Sie den Einruck haben, dass man Ihnen nicht folgen kann oder die Aufmerksamkeit nachlässt, durch flexibles Reagieren. Aktivieren Sie Ihre Adressaten durch Fragen, erleichtern Sie die Aufnahme komplexer Sachverhalte durch ein zusätzliches plastisches Beispiel oder kürzen Sie flexibel, wenn Sie merken, dass alle die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit erreicht haben. Was wann das Richtige ist, können Sie mit etwas Übung  bald erspüren – wenn Sie den aufmerksamen Kontakt zu Ihrem Publikum behalten.
Denn: Am Ende zählt nicht, was Sie gesagt haben, sondern was bei den Anderen angekommen ist!

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