Junge Leute, junge Ideen

Die Teilnehmerin des Rhetorikseminars soll eine Stegreifrede zu einem noch in Zeitungspapier verpackten Gegenstand halten, den sie zuvor aus einem Schatzbeutel gezogen hat. Mit dem eingewickelten Objekt in Händen betritt sie ihre Bühne, vergewissert sich durch einen Blick in die Runde der Aufmerksamkeit ihres Publikums und wickelt dann vor aller Augen ihr Päckchen aus: Ein kleiner, grüner Jadeelefant kommt zum Vorschein.

Gemessenen Schrittes trägt ihn die junge Frau in die Mitte des Raumes und setzt ihn vorsichtig auf dem Boden ab. Dann geht sie zurück nach vorne. Wirft einen prüfenden Blick in die nun sehr gespannten Gesichter der Zuschauenden. Streicht sorgsam das in ihren Händen verbliebene Zeitungspapier glatt.
Und beginnt ihren Vortrag mit den Worten: „Die Bedeutung von Zeitungen wird ja heutzutage ständig unterschätzt.“

Mit dieser erfrischenden Anekdote aus dem gerade beendeten Rhetorikseminar im Rahmen der Begabtenförderung der Jugendakademie Mannheim wünsche ich einen heiteren Start in die Woche!

Von Karate bis Zeugen Jehovas: Lebendiges Rhetorikseminar mit SchülerInnen

Karate, Freundschaft, Auslandsträume, der geliebte Haushund und die Zeugen Jehovas: Die Themen der 25 Jugendlichen unseres Rhetorikseminars letzte Woche stammten mitten aus dem Leben.

Birgit Fuchs Rhetorikseminar HadA

Foto: Alois Ruess

Gemeinsam mit meinem Kollegen Sören Manthey waren wir für drei Tage im Haus auf der Alb zu Gast, einem Tagungshaus der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Intensiv haben wir uns damit auseinandergesetzt, wie das freie Sprechen vor Gruppen überzeugend gelingt.

Dabei ging es natürlich nicht nur um das frontale Vermitteln eines theoretischen Grundgerüstes: Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen hatten vielfache Gelegenheit, sich vor Publikum zu erproben. Die Auswertung ihrer Redebeiträge wurde durch Videoanalysen gestützt, so dass der Lernerfolg gesichert war.

Ich freue mich immer wieder an der Lebendigkeit der jungen Menschen und begleite gerne ihre Entwicklung zum guten Redner!

 

Kooperation Spur-los

Es ist mir ein großes Vergnügen, wieder im Rahmen von mehreren Projekten mit dem kompetenten Team von Spur-los Training gegen Gewalt zusammenarbeiten zu dürfen.

In den Präventionsprojekten wird der Grundstein für Fähigkeiten gelegt, die auch im späteren beruflichen Leben von entscheidender Bedeutung sind:

– kooperieren zu können
– sich selbst als wertvollen Teil einer Gruppe anzusehen
– die Gruppe als Halt gebend und unterstützend zu erleben
– angemessenes, gewaltfreies Lösen von Konflikten
– klares Kommunizieren miteinander
– Sensibilisierung für die eigenen Grenzen und die Anderer
– Sicherheit im Umgang mit Dritten zu gewinnen
– Verantwortung zu übernehmen
– Mechanismen der Ausgrenzung zu erkennen und gegenzusteuern
– Reflektieren der eigenen Rolle in der Gruppe/dem System/der Organisation
u.v.m.

Viele Unternehmen geben im Rahmen ihrer Organisations- und Personalentwicklung erhebliche finanzielle Mittel für das Fördern dieser Kompetenzen bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Ein Teil der Gelder wäre sicher gut in frühzeitige fachkundig begleitete Lern- und Reflexionsräume investiert.

Elternvortrag „Lernen unterstützen – aber wie?“

Alle Eltern wollen ihrem Kind die bestmöglichen Startchancen mit auf den Weg geben. Aber im Alltag machen sich oft Hilflosigkeit und Frustration breit, wenn man nicht sicher ist, wie genau man sein Kind am besten unterstützen kann oder wenn der Nachwuchs die Bemühungen nicht recht zu würdigen weiß und tägliche Schlachten um das Erledigen der allernötigsten Schulaufgaben geschlagen werden.

Der Vortrag wendet sich an Eltern, die kompakte Tipps für das Unterstützen ihrer Kinder haben wollen – und an Schulen, die diesen Bereich der Elternarbeit delegieren wollen. Denn getreu dem Motto „Der Prophet zählt nichts im eigenen Land.“ treffen eingeladene Experten oft auf offenere Ohren als die hauseigenen Lehrkräfte